Wie kann ich mit Partner orgasmisch sein?

Wie kann ich mit Partner orgasmisch sein?

Wie kann ich mit Partner orgasmisch sein?

Frau schwanger in Beziehung
„Ich möchte so gerne auch mit meinem Partner orgasmisch sein!“

 

So viele Frauen (oder Menschen mit Vulvina) kennen das: Wenn sie masturbieren, haben sie keine Schwierigkeiten sich orgasmisch zu erleben. Aber in der Sexualität mit einem Partner ist das viel schwieriger und oft sogar gar nicht möglich. Woran liegt das?

Da können verschiedene Aspekte mit hineinspielen…

Zuerst einmal ist es einfacher mich auf mich selbst zu konzentrieren. Ich werde nicht abgelenkt von dem, was mein Partner mitbringt, alleine dadurch, dass er ein weiterer Mensch im Raum ist, mit eigenen Gefühlen, Wünschen, Bedürfnissen. Wenn ich mit mir alleine bin, muss ich nur auf mich achten und werde nicht abgelenkt.

Dann kann es natürlich einfacher sein mir selbst genau die Berührung zu schenken, die ich mir gerade wünsche. Es ist leichter das selbst zu machen, als es zuerst meinem Partner zu erklären oder zeigen oder darauf zu hoffen, dass er von selbst herausfindet was ich gerade möchte.

Dazu kommt, dass wir es in der körperlichen Selbstliebe oft gewohnt sind uns auf eine ganz bestimmte Art zu berühren, dass durch langjährige Praxis ein Muster entsteht, das sehr speziell ist. Dann muss es genau die Stelle der Klitoris sein, die auf genau diese Art berührt wird. Oder wir brauchen eine ganz bestimmte Körperhaltung und -spannung. Wenn das ein anderer Mensch macht, wird er das nie genau so machen, wie ich das mit mir selbst gewohnt bin. Und dann klappt es leider oft nicht.

Und oft passiert ja noch nicht mal das. Oft erklären die Frauen ja ihrem Partner gar nicht, was sie aus ihrer Selbstliebe-Praxis kennen an Berührung, welches Muster bei ihnen funktioniert. Sondern sie haben ganz anderen Sex mit ihrem Partner als mit sich selbst, machen sich das aber gar nicht bewusst. Wenn ich es zum Beispiel gewohnt bin beim Masturbieren meinen ganzen Körper anzuspannen und meine Klitoris dabei durch eine ganz bestimmte Berührung zu stimulieren, und dann mit meinem Partner entspannt auf dem Rücken liege und durch vaginale Berührung über seinen Penis in Erregung kommen möchte, wäre es eigentlich eher erstaunlich, wenn das gelingt. Und wenn es doch gelingt, dann wohl eher der Erregung zuzuschreiben, die über die Attraktivität des Partners auf mich, die Situation und/oder die Intimität unserer Verbindung entsteht, als der Reaktion meines Körpers auf die reine Berührung.

Was kannst du also tun, wenn du auch mit deinem Partner orgasmisch sein möchtest?

Unsere Empfehlung:

  1. Sprich mit deinem Partner darüber was dich erregt und zeige ihm das. Und wenn du es nicht weißt, gehe selbst erstmal in die Forschung oder forscht gemeinsam!
  2. Erweitere dein orgasmisches Potential! Wenn du in der körperlichen Selbstliebe übst, dich nicht mehr nur durch ein spezielles Muster zu erleben, sondern verschiedene Möglichkeiten der Berührung, Haltung, Bewegung etablierst, dann ist das auch mit einem anderen Menschen leichter.
  3. Finde heraus wie du das, was dich in der Selbstliebe erregt, in die Paar-Sexualität einbauen kannst. Manchmal ist es eine andere Stellung, oder auch nur ein etwas anderer Winkel deines Beckens, eine Bewegung, zusätzliche Berührung oder die Konzentration auf deinen Atem, die neue Impulse mit hineinbringen, die plötzlich ganz viel verändern können.
Einsteigercoaching Partner, Erforschung deiner Lust Und Intimität
Wir unterstützen dich gerne dabei über unser Einstiegscoaching mit Partner!
Hier, in unserem Shop, erhältlich!

Wie kann ich mich kennenlernen?

Wie kann ich mich kennenlernen?

Wie kann ich mich kennenlernen?

Frau tanzt nackt mit Tuch
„Ich will meinen Körper, und vor allem meine (wie nenne ich sie eigentlich?), besser kennenlernen!“

 

Eigentlich lernen wir als Kinder unsere Körper kennen; einfach weil wir neugierig sind. Wir schauen uns an, spüren, berühren, vergleichen, spielen Doktorspiele mit anderen. Eigentlich …

Die meisten von uns sind aber nicht so frei aufgewachsen. Zumindest unterschwellig schwang es oft mit: seit Generationen erfahrene Unsicherheit bis hin zum Verbot, wenn es um Nacktheit und gar um Sexualität geht, besonders bei Mädchen und Frauen. Denn für unsere Eltern war das in ihrer Kindheit meist noch ein absolutes Tabu. Und selbst wenn sie aufgeklärter waren, als sie selbst Kinder bekamen, lässt sich kollektiv Erfahrenes und Gespeichertes nicht einfach ablegen. Dann zeigt sich die Unsicherheit in Mimik, Gestik und zwischen den Zeilen oder äußert sich sogar in einem „Fass dich da nicht an!“

Dazu kommt, dass die Vulvina versteckter ist als der Penis, der ja gut sichtbar vornedran hängt und mindestens zum Pinkeln in die Hand genommen werden muss. Um unsere Vulvina zu erforschen, müssen wir uns verrenken oder einen Spiegel nehmen. Das passiert nicht einfach so, das müssen wir schon wollen.
Wenn es aber außerdem die Vulvina in unserer Sprache gar nicht gibt, sondern nur ein „da unten“ oder eine vielleicht nicht besonders einladend benannte „Scheide“, und alles was damit zu tun hat als „Scham“bereich („Schamlippen“, „Schamhaare“, „Schambein“) gekennzeichnet ist, kommen wir gar nicht erst auf die Idee uns auf Entdeckungsreise zu begeben.

Dann ist es auch schwierig zu entdecken was uns Erregung verschafft. Oder es passiert eben zufällig, oft indirekt durch Sofaecken, Kissen oder Kletterstangen und ist dann auch mit Scham belegt. Kein neugieriges Berühren der Vulvina, Streicheln, Liebkosen, Experimentieren. Sex ist dann der Begegnung mit einem Penis vorbehalten, das „erste Mal“ findet mit einem Mann statt, nicht mit uns selbst. Es gibt immer wieder Frauen, die erzählen, dass erst ein Mann sie darauf gebracht hat, sich auch selbst zu berühren.

Aber das was in unserer Kindheit / Jugend nicht stattgefunden hat, können wir nachholen! Schau dir deine Vulvina immer wieder im Spiegel an, finde einen (oder mehrere) Namen für sie und fang an dich selbst zu berühren und zu lieben. Eine, am besten tägliche, Praxis körperlicher Selbstliebe (Masturbation) ist die beste Möglichkeit deinen Körper und deine Vulvina kennenzulernen. Und dabei kannst du ja so tun, als wärst du wieder ein kleines Kind und alles neu entdecken!

Orgasmic Woman Shop / Selbstliebe-Begleiter / Taschenspiegel
Eine wunderbare Unterstützung, um deine Vulvina zu entdecken, ist übrigens unser Orgasmic Woman Taschenspiegel!
Hier, in unserem Shop, erhältlich!

Wie kann ich mich freier fühlen?

Wie kann ich mich freier fühlen?

Wie kann ich mich freier fühlen?

Orgasmic Woman Frau Hemmungen
„Ich habe Hemmungen. Wie kann ich mich freier fühlen?“

 

Scham ist so ein großes Thema – gerade in der weiblichen Sexualität!
Wir schämen uns, weil wir nicht schön genug, schlank genug, jung genug sind.
Wir schämen uns, weil unsere Brüste oder unser Po zu klein, nicht rund genug, nicht straff genug sind.
Wir schämen uns, weil unsere Vulvalippen asymetrisch, zu groß, überhaupt da sind. Denn deshalb heißen sie ja Schamlippen und werden von Schamhaaren verdeckt.

Wir schämen uns für unsere Körper, weil unsere Schönheitsideale von einer Normierung ausgehen, die selten der Realität entspricht. Und weil unser Genitalbereich ein Teil unseres Körpers ist, der am besten gar nicht gezeigt werden darf (oder nur ein Abbild davon benutzt wird, um der Lust des Mannes zu dienen).

Zum Glück ändert sich das gerade ein wenig. Es gibt die Body Positivity Bewegung: In den Medien werden gelegentlich Frauen mit vielfältigeren Körperformen gezeigt. Das darf noch mehr werden! Und das Feiern der Vielfalt an Vulven findet immer noch nur in einem kleinen „Vulva-Positivity“ Bereich der sozialen Medien statt. Das darf noch viel mehr werden!

Denn wenn ich mich selbst nicht schön finde, habe ich natürlich Hemmungen beim Sex und kann mich nicht frei bewegen und mich an meinem Körper und seinen Reaktionen erfreuen, weil sich ständig meine innere Kritikerin meldet und mir bestimmte Positionen und Haltungen verbietet, weil dann mein Bauch wackelt, meine Brüste herunterhängen, das Licht auf meine Dehnungsstreifen fällt und die wilde Fleischlichkeit, Farbigkeit und der intensive Duft meiner Vulva sowieso eine Zumutung für andere ist.

Wie wichtig ist es also, dass wir unsere Körper lieben lernen wie sie sind, in ihrer ganzen Vielfalt und Fülle!

Aber das ist ja nicht alles, wodurch unsere Scham gefüttert wird. Die jahrhundertelange Unterdrückung der weiblichen Lust steckt in unseren Zellen. Und selbst wenn viele von uns theoretisch heute die Möglichkeit haben ihre Sexualität so zu leben wie sie sich das wünschen, sind wir nicht einfach von heute auf morgen ganz frei. Es braucht ein Bewusstsein für unsere Vergangenheit, um zu verstehen was uns hemmt. Es braucht Geduld mit uns selbst und ganz viel Liebe. Und es braucht die Unterstützung von anderen Frauen, die gegenseitige Stärkung, um uns immer wieder die Erlaubnis zu geben unsere Sexualität selbstbestimmt und voller Freude zu leben.