Masturbieren mit Partner*in?

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Masturbierst du auch mit Partner*in?
Oder wenn dein*e Partner*in anwesend ist?

 

Unser Talk über die körperliche Selbstliebe!⁠ ⁠

Mara:
Sag mal, wie ist es bei dir: Masturbierst du auch mal mit deinem Partner oder wenn dein Partner da ist?⁠ ⁠

Vivien:
Ja, und ich genieße das auch total. Ich habe meinen Partner ja auch kennengelernt, als ich selbst in Ausbildung war und geforscht habe und da gab es auch dieses Tool in die Zeugenschaft zu gehen und einfach mal zu beobachten, wenn der andere masturbiert. Das fand ich schon total spannend! Jetzt gehört das zu unserer Paar-Sexualität dazu.⁠

Mara:
Ich mag es total gerne dabei gehalten zu werden. In der Löffelchenstellung gehalten zu werden und dabei selbst zu masturbieren. Wenn er zum Beispiel zu müde ist …

Masturbation in Beziehung

Masturbation in der Beziehung
Masturbation in Beziehung

Masturbation ist mehr als eine Ersatzbefriedigung, wenn du gerade nicht die Möglichkeit hast Sex mit einer anderen Person zu haben!

Durch Masturbation in Beziehung kannst du
*herz* Tabus auflösen und mehr Intimität schaffen
*herz* deine eigene Sexualität erforschen
*herz* dein/e Partner/in besser kennenlernen
*herz* euer gemeinsames sexuelles Repertoire erweitern

Wir erzählen und zeigen dir gerne wie du es genießen kannst dich selbst zu berühren und was du dabei Neues ausprobieren kannst. Und wir zeigen dir wie du die Masturbation mit deinem/r Partner/in ausprobieren kannst: gemeinsam oder jeweils nur eine/r von euch und der/die andere schaut zu.

Wir zeigen euch Positionen, sprechen darüber was beim Zuschauen und Zeigen wichtig ist, um in einem guten Kontakt zu sein und dich wohl zu fühlen. Und wir sprechen über Scham, Erregungsmuster, Phantasien und Pornos, und alles was beim Masturbieren noch eine Rolle spielen kann.

Freu dich auf einen spannenden, schamlosen und heiteren Abend!

www.joyclub.de

Wie kann ich mit Partner orgasmisch sein?

Frau schwanger in Beziehung
„Ich möchte so gerne auch mit meinem Partner orgasmisch sein!“

 

So viele Frauen (oder Menschen mit Vulvina) kennen das: Wenn sie masturbieren, haben sie keine Schwierigkeiten sich orgasmisch zu erleben. Aber in der Sexualität mit einem Partner ist das viel schwieriger und oft sogar gar nicht möglich. Woran liegt das?

Da können verschiedene Aspekte mit hineinspielen…

Zuerst einmal ist es einfacher mich auf mich selbst zu konzentrieren. Ich werde nicht abgelenkt von dem, was mein Partner mitbringt, alleine dadurch, dass er ein weiterer Mensch im Raum ist, mit eigenen Gefühlen, Wünschen, Bedürfnissen. Wenn ich mit mir alleine bin, muss ich nur auf mich achten und werde nicht abgelenkt.

Dann kann es natürlich einfacher sein mir selbst genau die Berührung zu schenken, die ich mir gerade wünsche. Es ist leichter das selbst zu machen, als es zuerst meinem Partner zu erklären oder zeigen oder darauf zu hoffen, dass er von selbst herausfindet was ich gerade möchte.

Dazu kommt, dass wir es in der körperlichen Selbstliebe oft gewohnt sind uns auf eine ganz bestimmte Art zu berühren, dass durch langjährige Praxis ein Muster entsteht, das sehr speziell ist. Dann muss es genau die Stelle der Klitoris sein, die auf genau diese Art berührt wird. Oder wir brauchen eine ganz bestimmte Körperhaltung und -spannung. Wenn das ein anderer Mensch macht, wird er das nie genau so machen, wie ich das mit mir selbst gewohnt bin. Und dann klappt es leider oft nicht.

Und oft passiert ja noch nicht mal das. Oft erklären die Frauen ja ihrem Partner gar nicht, was sie aus ihrer Selbstliebe-Praxis kennen an Berührung, welches Muster bei ihnen funktioniert. Sondern sie haben ganz anderen Sex mit ihrem Partner als mit sich selbst, machen sich das aber gar nicht bewusst. Wenn ich es zum Beispiel gewohnt bin beim Masturbieren meinen ganzen Körper anzuspannen und meine Klitoris dabei durch eine ganz bestimmte Berührung zu stimulieren, und dann mit meinem Partner entspannt auf dem Rücken liege und durch vaginale Berührung über seinen Penis in Erregung kommen möchte, wäre es eigentlich eher erstaunlich, wenn das gelingt. Und wenn es doch gelingt, dann wohl eher der Erregung zuzuschreiben, die über die Attraktivität des Partners auf mich, die Situation und/oder die Intimität unserer Verbindung entsteht, als der Reaktion meines Körpers auf die reine Berührung.

Was kannst du also tun, wenn du auch mit deinem Partner orgasmisch sein möchtest?

Unsere Empfehlung:

  1. Sprich mit deinem Partner darüber was dich erregt und zeige ihm das. Und wenn du es nicht weißt, gehe selbst erstmal in die Forschung oder forscht gemeinsam!
  2. Erweitere dein orgasmisches Potential! Wenn du in der körperlichen Selbstliebe übst, dich nicht mehr nur durch ein spezielles Muster zu erleben, sondern verschiedene Möglichkeiten der Berührung, Haltung, Bewegung etablierst, dann ist das auch mit einem anderen Menschen leichter.
  3. Finde heraus wie du das, was dich in der Selbstliebe erregt, in die Paar-Sexualität einbauen kannst. Manchmal ist es eine andere Stellung, oder auch nur ein etwas anderer Winkel deines Beckens, eine Bewegung, zusätzliche Berührung oder die Konzentration auf deinen Atem, die neue Impulse mit hineinbringen, die plötzlich ganz viel verändern können.
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Wollen Frauen Machos?

Liebesleben
Frage zum Liebesleben:

 

“Mir fällt immer wieder auf, dass Frauen von Männern fasziniert sind, die groß sind, breitschultrig, knackiger Körper, eventuell dickes Konto und dazu prädestiniert sind Arschlöcher oder Alfa-Mann zu sein (erste Kategorie).
Auf der anderen Seite sollte der Mann kommunikativ, emphatisch, ein guter Zuhörer und Koch sein, eventuell noch Tantra-Lehrer (zweite Kategorie).
Meistens sind die Frauen mit Männern der ersten Kategorie zusammen, obwohl die Frau sich eigentlich die zweite Kategorie wünscht, aber aus irgendein Grund ihn nicht attraktiv findet – das ist dann eher der platonische Freund der Frau.
Warum ist das so?!”

Unsere Antwort:

 

Lieber Unbekannter,

aus deiner Frage klingt viel Frust heraus. Und damit bist du nicht alleine. Nach Jahren fortschreitender Gleichberechtigung herrscht bei vielen Menschen eine Unklarheit über ihr Verhalten in Beziehungen. Wir brauchen einen neuen Blick auf das was Liebe, Beziehung, Sexualität ausmachen soll, wie wir uns unser Zusammensein wünschen.

Wenn wir beide definieren würden, wie wir uns den Idealmann wünschen, würden wir sagen, er soll Kraft ausstrahlen, vor allem in dem er präsent ist, zeigen was er will und gleichzeitig ein offenes Herz haben, seine Partnerin sehen, lieben und durchaus auch mal auf Händen tragen. Präsent sein heißt übrigens für uns, dass jemand wirklich in dem Moment 100% da ist, nicht in Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft hängt, und uns seine ganze Aufmerksamkeit schenkt. Das ist etwas, was viele in unserer schnellen Art zu leben verlernt haben, was aber unbedingt notwendig ist, um Intimität zwischen zwei Menschen entstehen zu lassen.
Leider durften es die meisten Männer in unserer Gesellschaft nicht lernen ihr Herz zu öffnen und sich wirklich mit dem zu zeigen, was an Bedürfnissen und Wünschen und Gefühlen da ist. Deshalb versuchen sie über anderes Kraft auszustrahlen, so wie du es ja auch schon beschrieben hast, zum Beispiel über den Körper (antrainierte Kraft über Muskelmasse) oder Statussymbole. Oder sie gehen in die andere Rolle und versuchen es ihrer Partnerin Recht zu machen, vergessen dabei aber ihre eigenen Bedürfnisse.
Beides führt dazu, dass sie nicht erkennbar sind, weil sie sich nicht wirklich zeigen. Daher ist beides nicht das was dem „Idealmann“ entspricht, aber als Frau würde man dann aus Mangel an „Idealmännern“ für aufregenden Sex vielleicht den ersteren wählen und als Familienvater den letzteren. Wir behaupten, dass sie mit beiden nicht glücklich sind.

Um zu verstehen warum das so läuft, kann man sich nochmal anschauen, was die Gleichberechtigung eigentlich mit unserem Beziehungsverhalten gemacht hat. Natürlich wollen wir im Alltag einen Partner auf Augenhöhe. Aber im Sex braucht es eine Dynamik zwischen männlicher und weiblicher Energie. Sonst schlafen uns dabei die Füße ein. Das muss nicht unbedingt auf die Geschlechterrollen verteilt sein. Jeder hat weibliche und männliche Energie in sich. Und wir zum Beispiel mögen es beides zu leben. Aber die Dynamik an sich braucht es! Und weil Frauen heute im Alltag viel „ihren Mann stehen müssen“, ist oft eine große Sehnsucht da, beim Sex wieder in das ganz Weibliche zu gehen, sich hingeben und empfangen zu dürfen.

Das soll also heißen: Bitte werde nicht die Sorte erster Mann! Werde kein Arschloch! Denn das ist es nicht, was Frauen wirklich wollen. Es geht darum beides zusammenzubringen, den „Krieger“ und den „liebevoll fürsorglichen Ehemann“. Es geht darum deine Art zu finden, wie du in deine Kraft kommen kannst und gleichzeitig dein Herz zu öffnen. Und das funktioniert nicht, indem du schaust was die anderen angeblich brauchen und meinen wie du sein solltest!

Es geht nicht darum es einer Frau recht zu machen oder es ihr nicht recht zu machen und ein Arschloch zu sein. Es geht darum herauszufinden was DU selbst willst und wie DU das leben kannst. Und zwar jenseits aller Rollenklischees. (Das gilt übrigens natürlich für jeden Menschen, nicht nur für Männer.)
Und wenn du herausgefunden hast wer du bist und das auch zeigst, dann erst wirst du erkennbar und das macht dich attraktiv.

Und wenn du dann deiner Partnerin, wenn sie nach Hause kommt, einen Tee machst, weil du Freude daran hast sie zu verwöhnen, wird sie das toll finden und vielleicht dahin schmelzen. Denn dann weiß sie, dass du dich frei dafür entschieden hast das zu tun, weil du sie gerne verwöhnen möchtest. Und nicht, weil du denkst ihr einen Gefallen tun zu müssen. Das ist ein großer Unterschied! Wenn du gelernt hast, ganz bei dir zu sein und frei zu deinen Wünschen und Bedürfnissen zu stehen, kannst du dich natürlich auch mit vollen Herzen dafür entscheiden etwas für jemand anderen zu tun und dafür vielleicht auch eigene Wünsche zurückzustellen. Und das wird dann ganz leicht, wenn du dein Herz mit ins Spiel bringst. Dann findet sich dieses Gleichgewicht schon fast von alleine.

Aber erstmal ist es einfach wichtig deine Bedürfnisse zu kennen, damit du dann im Zusammensein mit anderen in jedem Moment deine Prioritäten entsprechend setzen kannst. Und manchmal wird es dich dann erstaunen, wie gut deine Bedürfnisse zu denen der anderen passen, wenn du sie erstmal überhaupt wahrnimmst und aussprichst.
Das ist so wie mit dem Ei bei Loriot: Wie komisch tragisch ist es doch, wenn man ein Leben lang „leidet“ und seiner Partnerin das Beste vom Ei abgibt, dabei mag sie das gar nicht und hat das nur angenommen, weil sie dachte man mag es selbst nicht.

In diesem Sinne: Steh zu dem was du bist und die Frauen werden auf dich fliegen!

Liebe Grüße,

Mara & Vivien