Mens und Sex

Masturbation Menstruation
Menstruation und Masturbation

 

Genau wie die Masturbation ist auch die Menstruation noch immer ein Tabuthema in unserer Gesellschaft.
In der Werbung ist die Flüssigkeit, die die Saugfähigkeit von Binden beweisen soll, immer noch blau statt rot. Sauber und diskret soll die Menstruation sein. Erst im April 2021 erregte ein neues Produkt unter aufgeklärten Menschen Aufsehen: Zwei Start-Up-Gründer stellten in einer TV-Show ihre „Pinky Gloves“ (rosa Handschuhe) vor, die dafür sorgen sollten, dass Frauen nicht mehr mit ihrem eigenen Blut in Berührung kommen und Tampons „hygienisch“ entsorgen könnten. Die Stimmen, die dies als sexistisch, diskriminierend und unökologisch kritisierten, wurden so laut, dass die beiden Männer das Produkt wieder vom Markt nahmen.

Auch wenn diese Reaktionen hoffen lassen, Menstruationsblut wird nach wie vor nicht gerne gesehen und erregt bei vielen Ekel. Wenn Influencerinnen auf Instagram das heute verändern wollen und Fotos posten von blutigen Schlüpfern und ausgeleerten Menstruationstassen, ist das Entsetzen, vor allem bei den Männern, noch immer groß.

So ist es auch wenig verwunderlich, dass bis heute viele Frauen nicht darüber sprechen, wenn sie menstruieren. Wir haben zu funktionieren und zu arbeiten wie sonst auch. Dabei haben mehr als 10 Prozent aller Frauen haben während ihrer Menstruation so starke Beschwerden, dass sie ihrer Ausbildung oder ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Aber das trifft selten auf Verständnis. Von einer Berücksichtigung des bei den meisten Frauen erhöhten Bedürfnisses nach Ruhe und Rückzug während der Periode gar nicht zu sprechen.

Menstruierende Frauen müssen immer noch für ihre Bedürfnisse kämpfen. Und ein großer Teil der Frauen und Mädchen auf der Welt hat keinen Zugang zu fließendem Wasser oder Hygieneprodukten beziehungsweise kann sich diese nicht leisten, weshalb Mädchen oft nicht zur Schule gehen können, ihre Bildung gefährden und von anderen Bereichen des sozialen Lebens ausgeschlossen werden.

Masturbieren während der Menstruation stellt also ein doppeltes Tabu dar. So wie die wenigsten Menschen Partner-Sex haben, während das Blut fließt.
Dabei gibt es gute Gründe, gerade während der Menstruation zu masturbieren. In der Entstehungsphase des Orgasmic Woman Projekts berichteten Frauen, die täglich Selbstliebe praktizierten und dabei mit dem Pulsator forschten (einem Sextoy, das vaginal eingeführt wird und pulsiert), dass dadurch Schmerzen verschwanden, das Blut besser abfloss und/oder die Periode kürzer wurde. Durch das Pulsieren entspannt sich die Beckenbodenmuskulatur, die Gebärmutter wird stimuliert, schneller abzubluten, und der Muttermund wird weicher und öffnet sich leichter.

Außerdem berichteten einige Frauen, dass sie gegen Ende ihrer Menstruation besonders viel Lust haben. Warum gerade dann auf die Selbstliebe verzichten?!
„Weil es ungewohnt ist.“
„Weil das Blut alles schmutzig macht.“
„Weil es eklig ist, sich selbst zu berühren, während Blut fließt.“
So lauten die Antworten, die wir erhalten, wenn wir diese Frage stellen.

Diese Gedanken haben nicht nur wir, und sei es nur unterschwellig, seit unserer Kindheit vermittelt bekommen, sondern natürlich auch schon unsere Mütter und Großmütter.
Denn während in alten Kulturen das Menstruationsblut noch verehrt wurde als Zeichen von Kraft, Gesundheit und Fruchtbarkeit, galten seit der Antike menstruierende Frauen über die Jahrhunderte hinweg bis heute, mit wenigen Ausnahmen, als unrein und sogar gefährlich.
So steht zum Beispiel in der Bibel, dass eine menstruierende Frau unrein ist. Im Judentum war sie lange von allen rituellen Handlungen ausgeschlossen. Im alten Rom wurde ihr nachgesagt, dass sie den Wein verderbe, in ihrer Anwesenheit die Bienen stürben und das Saatgut unfruchtbar würde. Und Paracelsus, einer der berühmtesten europäischen Ärzte im 16. Jahrhundert, setzte dem noch eins drauf: „Es gibt kein Gift in der Welt, das schädlicher ist als das menstruum.“ Bis ins 20. Jahrhundert hielt sich dieser Mythos des „Menotoxins“, ein Gift, das sich angeblich im Blut und Schweiß menstruierender Frauen fände.

Der Umgang mit dem Blut der Frau ist demnach seit jeher widersprüchlich, mystifiziert, und größtenteils von Abscheu und Angst geprägt. Dabei ist die Menstruation ein ganz natürlicher Vorgang im Kreislauf von Leben und Tod.
Zum Glück gibt es immer mehr Frauen, die dazu anregen, sich mit diesem Kreislauf auseinanderzusetzen und sich mit dem eigenen Zyklus zu beschäftigen. Denn je genauer du deinen Körper beobachtest und je besser du ihn kennst, desto mehr kannst du auf seine Bedürfnisse eingehen, was sehr zu deiner Gesundheit und zu deinem Wohlbefinden beitragen wird. Hygieneprodukte wie Stoffbinden, Periodenslips und Menstruationstassen können dabei unterstützen, weil du so in direkteren Kontakt mit deinem Blut kommst. Nebenbei vermeidest du damit mögliche Chemikalien in konventionellen Produkten, reizt deine vaginale Schleimhaut nicht und produzierst weniger Müll.
Auch das freie Bluten ist eine Möglichkeit die Menstruation aktiv in unser Leben zu integrieren. Dabei geht es darum, den Körper so genau zu beobachten, dass wir erkennen, wenn Blut fließen möchte und durch Entspannung der Beckenbodenmuskulatur dies zu ermöglichen.

Aber wie auch immer du mit deiner Menstruation umgehen möchtest, das Wichtigste dabei ist, dass du deinem Körper vertraust, deinen Zyklus schätzt und dich wohlfühlst!

Wie lange masturbierst du?

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Wie lange dauert die Selbstliebe bei dir?

 

Unser Talk über die körperliche Selbstliebe!⁠ ⁠

Mara:
Sag mal, wenn du Selbstliebe machst, wie lange dauert das eigentlich bei dir? ⁠

Vivien:
Das ist ja eine lustige Frage. Total unterschiedlich. Es gibt Momente, wo ich körperliche Selbstliebe einfach nutze, um eine schnelle Erregung und dann auch Entspannung zu bekommen. Das sind dann 3 bis 5 Minuten oder sogar noch schneller. Und ansonsten liebe ich es auch, wenn ich wirklich Zeit habe. Dann kann es auch mal eine Stunde sein.
Wie ist es bei dir?

Mara:
Ja, das ist bei mir ganz ähnlich. Abends zum Einschlafen, mich mal schnell zu entladen, um in die Tiefenentspannung zu kommen, das geht ganz schnell, innerhalb von Minuten. Und ansonsten genieße ich das auch sehr mit viel Zeit.

Wie lange dauert es bei dir?

Masturbieren mit Partner*in?

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Masturbierst du auch mit Partner*in?
Oder wenn dein*e Partner*in anwesend ist?

 

Unser Talk über die körperliche Selbstliebe!⁠ ⁠

Mara:
Sag mal, wie ist es bei dir: Masturbierst du auch mal mit deinem Partner oder wenn dein Partner da ist?⁠ ⁠

Vivien:
Ja, und ich genieße das auch total. Ich habe meinen Partner ja auch kennengelernt, als ich selbst in Ausbildung war und geforscht habe und da gab es auch dieses Tool in die Zeugenschaft zu gehen und einfach mal zu beobachten, wenn der andere masturbiert. Das fand ich schon total spannend! Jetzt gehört das zu unserer Paar-Sexualität dazu.⁠

Mara:
Ich mag es total gerne dabei gehalten zu werden. In der Löffelchenstellung gehalten zu werden und dabei selbst zu masturbieren. Wenn er zum Beispiel zu müde ist …

Sex nach den Wechseljahren

Frau sitzend
„Auch nach den Wechseljahren möchte ich Sex noch genießen!“

 

Mit der Menopause beginnt eine spannende Zeit!

Nach vielen Jahren, die vielleicht den Kindern und der Familie, oder der beruflichen Karriere gewidmet waren, kommt auf einmal die Frage auf: „Und was will ICH eigentlich?“

Wenn wieder mehr Freiräume für dich selbst entstehen, treten oft auch die körperlichen Bedürfnisse wieder mehr in den Vordergrund. Möglicherweise taucht dann Frust und Traurigkeit auf, weil du in so vielen Jahren Dasein für andere, wenig für dich selbst da warst und dich nur noch wenig spürst.

Daraus kann eine Zeit des Umbruchs, des Neuanfangs entstehen. Die Lust ist ja oft noch da und kann in dieser Lebensphase sogar stärker werden! Und wenn sie nicht mehr da ist, kannst du sie vielleicht wieder einladen, deinen Körper neu erforschen und eine andere Qualität und Intensität deiner Sexualität entdecken.

Körperliche Veränderungen durch die hormonelle Umstellung müssen da kein Hinderungsgrund sein. So wie schon die in den 80er Jahren als „Dr. Ruth“ bekannt gewordene deutsch-amerikanische Sexualtherapeutin Ruth Westheimer sagte, tut es da manchmal einfach eine Tube Gleitgel auf dem Nachttisch. Dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg.

Denn durch Östrogenmangel trockenere Schleimhäute, eben auch in der Vagina, sind eine der häufigsten möglichen Begleiterscheinungen der Wechseljahre, die die Sexualität beeinflussen können. Die Lust an sich wird aber durch die hormonellen Veränderungen nicht beeinflusst. Im Gegenteil: Mit mehr Zeit kann die Sexualität auch wieder mehr Raum erhalten.

Das braucht natürlich die Wertschätzung unseres Körpers, auch wenn dieser sich mit dem Alter verändert und vielleicht manchmal nicht mehr so „funktioniert“ wie wir das eigentlich wollen. Wie schön, wenn mit gesammelten Lebensjahren auch immer mehr Gelassenheit gegenüber angeblichen äußeren Normen und Freude an der ganz eigenen Schönheit entstehen kann!

Und wenn es uns gelingt unsere Vorstellungen, wie Sexualität sein sollte oder vielleicht bisher war, loszulassen, dann kann sich eine ganz neue sexuelle Erlebenswelt öffnen. Eine Welt, in der Sexualität Sinnlichkeit und Genuss bedeuten darf, in der wir uns so viel Zeit nehmen und so viel Langsamkeit erlauben, wie es sich gut anfühlt, in der wir selbstbestimmt unsere Bedürfnisse kommunizieren können und eine neue spielerische Leichtigkeit darin entdecken. Und eine Welt, die wir uns so gestalten, wie nur wir das wollen.

Ein Hoch auf die Freiheiten des Älterwerdens!

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Wo masturbierst du?

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Wo masturbierst du gerne? Was ist dein Lieblingsort?

 

Unser Talk über die körperliche Selbstliebe!⁠ ⁠

Vivien:
Was ist denn dein Lieblingsort für die Selbstliebe?⁠ ⁠

Mara:
Jetzt kommt ja wieder (hoffentlich) die warme Jahreszeit. Und wenn das dann wirklich mal so warm ist, dass ich draußen liegen kann, in der Sonne auf dem Balkon, und das so geschützt mache, dass keiner hinguckt, dann finde ich es da am schönsten. Da lasse ich nämlich die Sonne direkt in meine Vulvina scheinen.⁠ Und bei dir?⁠ ⁠

Vivien:
Fast so ähnlich. Ich habe ja ein Bett mit Rollen. Und das finde ich wirklich schön … wenn es draußen noch kalt ist, es einfach in die Sonne, in den Wintergarten zu schieben und dort zu masturbieren.

Masturbation in Beziehung

Masturbation in der Beziehung
Masturbation in Beziehung

Masturbation ist mehr als eine Ersatzbefriedigung, wenn du gerade nicht die Möglichkeit hast Sex mit einer anderen Person zu haben!

Durch Masturbation in Beziehung kannst du
*herz* Tabus auflösen und mehr Intimität schaffen
*herz* deine eigene Sexualität erforschen
*herz* dein/e Partner/in besser kennenlernen
*herz* euer gemeinsames sexuelles Repertoire erweitern

Wir erzählen und zeigen dir gerne wie du es genießen kannst dich selbst zu berühren und was du dabei Neues ausprobieren kannst. Und wir zeigen dir wie du die Masturbation mit deinem/r Partner/in ausprobieren kannst: gemeinsam oder jeweils nur eine/r von euch und der/die andere schaut zu.

Wir zeigen euch Positionen, sprechen darüber was beim Zuschauen und Zeigen wichtig ist, um in einem guten Kontakt zu sein und dich wohl zu fühlen. Und wir sprechen über Scham, Erregungsmuster, Phantasien und Pornos, und alles was beim Masturbieren noch eine Rolle spielen kann.

Freu dich auf einen spannenden, schamlosen und heiteren Abend!

www.joyclub.de

Meine Sexualität als Frau

Junge Frau ist in der Brücke
„Ich habe schon so viel ausprobiert. Aber wie finde ich heraus, was ich wirklich will!?“

 

Das ist eine sehr wesentliche Frage. Denn um deine Sexualität selbstbestimmt leben zu können, ist es wichtig, dass du herausfindest, was du selbst wirklich willst. Am besten lässt sich das erstmal in der körperlichen Selbstliebe herausfinden. Denn wenn du nur mit dir selbst bist, bist du ganz frei in deinem Forschen. Da ist kein Mensch, der auch Wünsche hat, auf die du Rücksicht nehmen musst. Da geht es erstmal nur um dich.

Ausprobieren über die Selbstliebe ist also erstmal ein guter Weg. Tatsächlich gibt es viele Frauen, die aus den verschiedensten Gründen (siehe andere Magazin-Beiträge, zum Beispiel „Wie kann ich mich kennenlernen?“) noch gar nicht masturbiert haben, überhaupt nicht wissen, was ihnen selbst gefällt und sich daher sehr an dem orientieren, was ihre Partner* sich wünschen.

Wenn du meinst, du hast schon viel ausprobiert, und weißt trotzdem noch nicht, was du wirklich willst, könnte das vielleicht daran liegen, dass du viel gemacht hast, dir dabei aber wenig Zeit zum Spüren genommen hast. Tatsächlich kommt es gar nicht unbedingt darauf an, wie viele Stellungen oder unterschiedliche Berührungen du schon getestet hast. Im Gegenteil: Wenn du viel im Machen bist, konzentrierst du dich auf die Bewegungen, und nicht so sehr auf das, was du dabei spürst. Weniger kann da oft mehr sein! Wir empfehlen dir Tempo rauszunehmen: Mach doch mal das, was du sonst machst, höchstens halb so schnell oder noch langsamer.
Und halte zwischendurch immer wieder inne, mach gar nichts und konzentriere dich mal ganz bewusst darauf, was dein Körper gerade spürt.

Vielleicht spürst du auch erstmal nichts. Halte trotzdem weiter inne! Probiere mal aus wie es ist, auf einen Impuls zu warten! Auf einen Impuls, der aus deinem Körper heraus kommt. Ein Impuls, dich zu bewegen oder zu berühren, nicht weil du denkst, es könnte schön sein, sondern weil dein Körper gerade das Bedürfnis danach hat.

So kannst du vom Machen ins Sein kommen, und vom Sein ins Spüren.

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Wie komme ich nur zum Orgasmus?

Frau Blockade
„Ich fühle mich blockiert! Wie komme ich nur zum Orgasmus!?“

 

Dieses Thema kennen so viele Frauen. Und dementsprechend viele „Orgasmus-Ratgeber“ gibt es auf dem Buchmarkt und in den Medien. Aber was steckt denn eigentlich hinter dieser Frage, wenn wir mal genauer hinschauen?!

1. Der Wunsch dahinter, fast verzweifelt formuliert, ist ganz klar: zum Orgasmus zu kommen. Das ist ja auch verständlich, denn wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der gelungener Sex daran gemessen wird, ob ein Orgasmus stattgefunden hat oder nicht. Und das ist gleich in zweierlei Hinsicht problematisch.
Erstens kann es noch ganz viele andere Kriterien geben für gelungenen Sex, die viele Menschen aber vielleicht noch nie kennengelernt haben.
Zweitens sind mit die wichtigsten Voraussetzungen für ein intensives Spüren beim Sex und einen schönen Orgasmus, dass du dich ganz auf das konzentrieren kannst, was du spürst, und dass du deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse kennst und umsetzen kannst. Wenn du aber beim Sex vor allem auf deinen Orgasmuswunsch konzentriert bist, bleibt dir nicht mehr viel Aufmerksamkeit für das, was eigentlich gerade in deinem Körper passiert.

2. Was blockiert uns? Das können natürlich individuelle Erfahrungen sein, die bereits in der frühen Kindheit beginnen können. Wenn du als Mädchen eher „Finger weg!“ gehört hast anstatt der Erlaubnis deinen Körper und auch deine Vulvina ausgiebig zu erforschen, kann das natürlich dazu führen, dass du dein sexuelles Wesen unterdrückst und dich später in deiner Sexualität blockiert fühlst. Aber selbst wenn das nicht der Fall war, gibt es immer noch die kollektive Erfahrung, die auch dich noch mit beeinflusst. Die Tatsache, dass die weibliche Lust über Jahrhunderte hinweg unterdrückt und verboten wurde, prägt uns alle noch stark und kommt erst allmählich in unser kollektives Bewusstsein.

Wir dürfen daher Geduld haben, kleine Schritte machen, uns bewusst werden was uns alles blockiert und unsere Sexualität ganz neu kennenlernen. Da gibt es noch so viel zu entdecken!

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Wie kann ich beim Sex mehr spüren?

Spüren beim Sex
„Der Sex funktioniert. Aber wie spüre ich dabei mehr?“

 

Wir lernen Sex (mit uns selbst und später mit anderen) oft in unserer Kindheit oder Jugend. Wenn es gut läuft, finden wir heraus wie Erregung funktioniert und behalten diese(s) Muster dann ein Leben lang bei. Das führt dazu, dass viele Menschen zwar Sexualität leben, und im optimalen Fall „funktioniert“ der auch, es findet Erregung und eventuell ein Orgasmus statt. Aber sie haben das Gefühl, dass das noch nicht alles sein kann. Das was sie spüren, ist vielleicht kurz, nur punktuell, auf die Genitalien konzentriert und zielt auf die Entladung hin, durch einen Orgasmus. Oder das was sie spüren, ist sehr auf sich selbst bezogen, aber sie sind nicht so in Verbindung mit ihrem* Partner*in wie sie sich das wünschen.

Wir hatten früher kaum Gelegenheiten zu lernen, was noch alles möglich ist in unserer Sexualität, wie wir uns noch intensiver und ganzkörperlich, und in Verbindung mit anderen, spüren können.
Angefangen dabei, dass wir heute oft so gestresst sind, dass es uns nicht gelingen will, ganz präsent, ganz bei uns, ganz im Körper zu sein. Oft haben wir bei der Masturbation oder beim Sex mit anderen etwas im Kopf: im besten Fall vielleicht noch Phantasien, die unsere Erregung anheizen, im schlimmsten Fall den Einkaufszettel oder die To-Do-Liste für den nächsten Tag. Beides nicht zuträglich uns besser zu spüren, weil du nur dann das wahrnehmen kannst, was in deinem Körper passiert, wenn du gelernt hast deine ganze Aufmerksamkeit darauf zu fokussieren.
Immer mehr Menschen praktizieren daher mittlerweile Yoga, versuchen zu meditieren oder probieren andere Achtsamkeits- und Entspannungstechniken aus. Das ist wichtig und gut und noch schöner, wenn du es mit deiner sexuellen Praxis kombinierst.

Was es alleine für einen Unterschied machen kann beim Sex bewusst und tief zu atmen! Oder vielleicht sogar erstmal nur deine Atmung zu beobachten. Probiere es mal aus! Das kann ein erster Schritt sein, deine Aufmerksamkeit zu lenken, zu fokussieren. Wir möchten dich einladen zu experimentieren: Mit Atmung, Stimme, Bewegung, Berührung … auch deine Sinne sind ein wunderbares und angenehmes Mittel, dich zu konzentrieren; wie beim Wahrnehmen eines schönen Klangs, einer leckeren süßen Frucht oder eines betörenden Dufts.

In unseren Coachings und Videos unterstützen wir dich gerne dabei!

Viel Freude am Spüren!

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Weibliche Masturbation

Gianna Bacio Hand drauf
Weibliche Masturbation

 

Gianna Bacio ist Sexualpädagogin, Autorin und Moderatorin. Und sie hat ein kleines Büchlein verfasst: „Hand Drauf! Ein Plädoyer für die weibliche Masturbation“.

Über ihre Beweggründe schreibt sie: „Meine Vision ist es, Frauen in ihrer Kraft zu sehen, leidenschaftlich und vor Lebensenergie nur so sprühend. Dazu hilft uns die Gemeinschaft oder auch Sisterhood mit anderen Frauen, denn sie macht uns stark, mutig und bringt Freude.“ Und damit ist sie natürlich unbedingt eine Orgasmic Woman!

Wie der Titel des Buchs schon sagt, spricht sie sich für die Masturbation aus. Sie erzählt erstmal etwas über die Geschichte der Masturbation, ihrer eigenen und der allgemeinen, und geht auf Fragen ein. Dann stellt sie eine Liste von Gründen auf, warum wir masturbieren sollten, gibt auch eine kleine Einführung in Anatomie und Sprache für die weiblichen Genitalien und beschreibt schließlich kleine Übungen zur Erkundung der Vulvina, zum Beckenbodentraining und zur Masturbation.

Ich finde in diesem Buch gibt es einiges zu entdecken und viel Inspiration für die Forschung zu Hause! Also, in diesem Sinne „Hand drauf!“