Vaginaler Orgasmus?

Vaginaler Orgasmus?

vaginaler orgasmus
Frage bei einer Lesung:

 

“Wie kann ich vaginal zum Orgasmus kommen?”

Unsere Antwort:

 

Das ist eine Frage, die uns sehr oft gestellt wird. Viele Frauen bzw. Menschen mit Vulvina haben es für sich entdeckt und gelernt (oft schon in der Jugend) über äußere Berührungen der Vulva zum Orgasmus zu kommen. Über innere Berührungen der Vagina fällt es vielen schwer. Und das ist auch kein Wunder, denn unsere Vagina ist ja ein Innenraum, der generell eher selten berührt wird und daher erst sensibilisiert werden muss, wenn wir dort etwas spüren wollen.

Unsere eigenen Erfahrungen, und die vieler Frauen aus unserer Praxis, zeigen, dass unsere Vagina sehr viel spüren kann, wenn sie regelmäßig stimuliert wird. Durch wiederkehrende Impulse kann sich das Nervensystem entwickeln und stärken. Und entgegen des aktuell sehr präsenten neuen Mythos, dass jede Erregung über die Klitoris (und daher über den Pudendusnerv) läuft, sind wir der Meinung, dass in der Vagina noch andere Nerven eine Rolle spielen müssen. Denn es gibt definitiv Orgasmen, die sich ganz anders anfühlen als diejenigen, die über die Berührung der Klitoris (ob äußerlich oder innerlich) ausgelöst werden. Das ist allerdings bisher nicht ausreichend erforscht. Uns ist nur eine Studie (Komisaruk 2005) bekannt, in der festgestellt wurde, dass auch Frauen mit kompletten Rückenmarksverletzungen durch vaginale Stimulation Orgasmen erleben können, die zu der Vermutung führte, dass der Vagusnerv daran beteiligt sein könnte. Mehr dazu in unserem Buch.

Unsere Empfehlung ist also deiner Vagina möglichst viel Berührung zu schenken. Dabei können Sextoys helfen (siehe auch unser Einstiegs-Coaching mit Sextoy oder auch gleich das Coaching inklusive Pulsator). Viel Freude dabei!

Auf unseren Lesungen laden wir auch immer dazu ein uns Fragen zu stellen, die wir dann beantworten. Wir freuen uns immer über diese Fragen und möchten sie auch hier gerne nochmal für euch beantworten.

Wenn du auch eine Frage an uns hast, schreib uns gerne an info@orgasmic-woman.com!

Solosex mit Partner*in

Solosex mit Partner*in

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Let’s talk about … Sex!

Wir sprechen darüber, was wir im Solosex üben können, auch für eine erfüllte Paarsexualität.

Heute speziell zu der Frage, wie der Solosex nicht nur die Paarbeziehung entlasten, sondern auch bereichern kann.

Wir finden es super, dass es so viele gute Podcasts zum Thema Sexualität gibt. Je mehr wir darüber sprechen, wie wir Sexualität tatsächlich erleben, desto weniger Chancen haben Tabus, Mythen und Diskriminierung. Und desto freier und selbstbestimmter können wir unsere ganz eigenen Bedürfnisse und Wünsche erforschen und kommunizieren.

In dem Podcast “Ist das Normal?” geht es in der Folge “Solosex kann die Partnerschaft total entlasten” mit Julia Henchen um die Selbstbefriedigung / Masturbation als Mittel, den eigenen Körper, Bedürfnisse und Grenzen zu erkunden. Wir wollen das zum Anlasse nehmen, um über einige Themen daraus zu sprechen.

Orgasmus ohne Anstrengung

Orgasmus ohne Anstrengung

Orgasmus ohne Anstrengung
Frage bei einer Lesung:

 

“Wie kann ich zum Orgasmus kommen, ohne mich enorm zu konzentrieren, also eher körperlich als Kopf technisch?”

Unsere Antwort:

 

Wir empfehlen als Erstes immer das Orgasmusziel loszulassen. Denn solange du dich darauf konzentrierst einen Orgasmus haben zu wollen, bist du mit deiner Aufmerksamkeit in der Zukunft und du bist sehr im Kopf. Was dir einen Orgasmus aber ermöglicht, ist das Spüren deines Körpers in der Gegenwart, im Hier und Jetzt.

Außerdem sind viele Menschen, gerade wenn es für sie nicht so leicht ist, zum Orgasmus zu kommen, sehr angespannt. Wenn wir dauerhaft angespannt sind, ist es schwieriger in Erregung zu kommen und wir spüren auch nicht so viel.

Der Weg darf also erstmal in der Entspannung liegen und in der Konzentration auf das, was du im Hier und Jetzt in deinem Körper spürst.

Und dann kannst du erforschen, was sich alles angenehm und erregend für dich anfühlt. So kannst du deine Möglichkeiten erweitern in deine Lust zu kommen und verschiedene Wege zum Orgasmus kennenlernen.

Da können dir unser Buch oder unsere Coachings und Workshops viele Impulse geben.

Auf unseren Lesungen laden wir auch immer dazu ein uns Fragen zu stellen, die wir dann beantworten. Wir freuen uns immer über diese Fragen und möchten sie auch hier gerne nochmal für euch beantworten.

Wenn du auch eine Frage an uns hast, schreib uns gerne an info@orgasmic-woman.com!

Spaß am Solosex

Spaß am Solosex

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Let’s talk about … Sex!

 

Wir sprechen darüber, was wir im Solosex üben können, auch für eine erfüllte Paarsexualität.

Heute speziell zu der Frage, warum es sich lohnt dranzubleiben, auch wenn es mal anstrengend oder frustrierend ist. Und wie du Freude und Leichtigkeit in deine Solosex-Praxis bringen kannst.

Wir finden es super, dass es so viele gute Podcasts zum Thema Sexualität gibt. Je mehr wir darüber sprechen, wie wir Sexualität tatsächlich erleben, desto weniger Chancen haben Tabus, Mythen und Diskriminierung. Und desto freier und selbstbestimmter können wir unsere ganz eigenen Bedürfnisse und Wünsche erforschen und kommunizieren.

In dem Podcast “Ist das Normal?” geht es in der Folge “Solosex kann die Partnerschaft total entlasten” mit Julia Henchen um die Selbstbefriedigung / Masturbation als Mittel, den eigenen Körper, Bedürfnisse und Grenzen zu erkunden. Wir wollen das zum Anlasse nehmen, um über einige Themen daraus zu sprechen.

Circlusion

Circlusion

Circlusion statt Penetration
Frage bei einer Lesung:

 

“Wie war das Pseudonym für <<Penetration>>, das Mara verwendet hat und was bedeutet es?”

Unsere Antwort:

 

Das Wort heißt “Circlusion” und kommt von lateinisch “circlus” → “circulus” = Kreis.

Circludieren bezeichnet das aktive Aufnehmen und Umschließen eines Fingers, Dildos oder Penis durch die Vagina. Es hat damit eine andere Qualität als der gewöhnlich verwendete Begriff “Penetration”. Hierbei geht es eher um ein selbstbestimmtes Aufnehmen – die Vagina wird aktiv.

Vielleicht magst du in Zukunft mal ganz bewusst darauf achten, wann deine Vagina etwas circludieren möchte.

Dieses und anderes Wissenswertes findest du auch in unserem Buch.

Auf unseren Lesungen laden wir auch immer dazu ein uns Fragen zu stellen, die wir dann beantworten. Wir freuen uns immer über diese Fragen und möchten sie auch hier gerne nochmal für euch beantworten.

Wenn du auch eine Frage an uns hast, schreib uns gerne an info@orgasmic-woman.com!

Erregungsmuster beim Solosex

Erregungsmuster beim Solosex

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Let’s talk about … Sex!

Wir sprechen darüber, was wir im Solosex üben können, auch für eine erfüllte Paarsexualität.

Wir finden es super, dass es so viele gute Podcasts zum Thema Sexualität gibt. Je mehr wir darüber sprechen, wie wir Sexualität tatsächlich erleben, desto weniger Chancen haben Tabus, Mythen und Diskriminierung. Und desto freier und selbstbestimmter können wir unsere ganz eigenen Bedürfnisse und Wünsche erforschen und kommunizieren.

In dem Podcast “Ist das Normal?” geht es in der Folge “Solosex kann die Partnerschaft total entlasten” mit Julia Henchen um die Selbstbefriedigung / Masturbation als Mittel, den eigenen Körper, Bedürfnisse und Grenzen zu erkunden. Wir wollen das zum Anlass nehmen, um über einige Themen daraus zu sprechen.

Konsens ist sexy

Konsens ist sexy

Konsens ist sexy

 

Nadine Primo, freie Autorin, Speakerin und Bloggerin, vor allem zu den Themen Bisexualität, Diversität, weibliche Lust und mentale Gesundheit, hat ein Buch zum Konsens geschrieben. Es heißt „Konsens ist sexy. Von persönlichen Grenzen und weiblicher Lust“.
Es ist ein sehr persönliches Buch geworden und damit auch sehr mutig und so vehement, wie es dieses Thema braucht.

Sie beginnt nämlich über ihre Kindheit und die Rolle der Ursprungsfamilie in ihrem Leben zu schreiben. Dabei hat mich vor allem berührt, wie sie viele Jahre unter der Ignoranz und fehlenden Sorgfalt von Ärzten leiden musste, die nicht erkannten, dass sie eine Rippe zu viel hatte, die ihr zunehmend große Schmerzen bereitete.
„Als Andenken an die sechs Jahre habe ich, neben einer Fehlhaltung … und einem Loch im Brustkorb … das Gefühl behalten, dass ich meine negativen Gefühle besonders energisch und laut kommunizieren muss, weil mir eventuell nicht geglaubt werden könnte.“
Eine Form von Medical Gaslighting: „Es hat insgesamt sechs Jahre gedauert, bis ich operiert und von den täglichen Schmerzen erlöst wurde. Bis dahin wurde meine Wahrnehmung immer wieder verzerrt, mir mein Leid abgesprochen; meine Symptome nicht ernst genommen … Das hat Spuren hinterlassen, tiefe Spuren.“

Im medizinischen Kontext, in Bezug auf ihren Körper, hat sie also leider schon als Kind keinen Konsens erfahren. Sie wurde nicht ernst genommen, ihre Grenzen oft nicht geachtet.

Sie schreibt auch über das Helfersyndrom als eine Art von Kompensation: „Die eigene Hilfsbedürftigkeit und die eigenen Schwächen werden verleugnet sowie Gegenseitigkeit und Intimität in Beziehungen vermieden.“ Eine, wie ich finde, treffende Beschreibung.

Als Erwachsene versteht sie dann, wie sie außerdem von patriarchalen, sexistischen und heteronormativen Strukturen geprägt ist. „Aus diesen Mustern und Strukturen muss Mensch sich erst einmal befreien. Der Schwerpunkt meiner Arbeit verlagerte sich: Konsens, weibliche Lust und ihre Grenzen, sexuelle Selbstbestimmtheit und gleiche Rechte für alle Geschlechter standen fortan und stehen nach wie vor bei mir im Fokus. Das Ziel: selbstbestimmt(e) weibliche Lust leben.“

Und warum das Thema Konsens gerade für die weibliche Sexualität so wichtig ist, erklärt sie so: „Das Thema weibliche Lust wurde immer wichtiger für mich, auch in meiner Arbeit als Autorin, denn ich begriff, dass hier weiterhin viel Unkenntnis und gefährliches Halbwissen in den Köpfen vorherrschen. Noch immer taucht weibliche Lust meistens im Kontext männlicher Lust auf und ist dafür da, ebendiese zu befriedigen, statt die eigene in den Vordergrund zu stellen. Aufgrund dessen kommt es immer wieder zu Erwartungshaltungen gegenüber Frauen, die zu grenzüberschreitenden Situationen führen können – wenn im Vorhinein kein Konsens eingeholt wird.“

In ihrem Buch erzählt sie von ihren eigenen Beziehungen und bringt Beispiele anderer. Es geht um Bisexualität und alternative Beziehungsmodelle und sie setzt sich auseinander mit sozialen Medien, Mainstream-Porno und Online-Dating. Vor allem geht es dabei immer wieder um die Schwierigkeit Grenzen zu setzen und Bedürfnisse zu kommunizieren, wenn wir uns Abhängigkeitsverhältnisse nicht bewusst machen.

Über ihre Bisexualität schreibt sie: „Auch wenn es lange Zeit eine Herausforderung für mich war, bisexuell zu sein, so ist es jetzt nur noch eins: ein Geschenk. Das Geschenk, auf alle Geschlechter zu stehen und allein dadurch mehr Diversität zu (er-)leben. … Ich verliebe mich in Menschen, nicht in Geschlechtsteile.“

Was Nadine Primo an eigenen persönlichen Erfahrungen schildert, ist immer wieder heftig, immer wieder geht es ums Scheitern, besonders zum Ende des Buchs, wenn es um die Beziehung mit einem depressiven Partner geht. Aber letztendlich geht es ihr nicht darum schwarz zu sehen: „Wahrscheinlich ist es das, was ich am Ende eigentlich sagen will: Achtet mehr aufeinander, redet miteinander statt aneinander vorbei und versucht, andere Menschen wirklich zu verstehen. Selbst eine demokratische Gesellschaft kann erst dann wirklich frei sein, wenn Diversität auf Augenhöhe gelebt wird. Nur das würde Freiheit für jede*n Einzelne*n bedeuten.

Ja, unbedingt! Vielen Dank für dieses wichtige Buch, Nadine Primo

Hände waschen

Hände waschen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Hände waschen

 

Ein weiterer Tipp für die körperliche Selbstliebe!

Bring die Selbstliebe in deinen Alltag!

Gründliches Händewaschen ist ja ein Bestandteil unserer täglichen Fürsorge. Mach doch mal aus der lästigen Pflicht einen lustvollen Genuss!

Ist das normal?

Ist das normal?

Ist das normal - Melanie Büttner
Ist das normal?

 

Das Buch „Ist das normal?“ mit dem Untertitel „Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst“ von Melanie Büttner, Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm ist aus dem Sexpodcast auf ZEIT ONLINE mit dem gleichen Namen entstanden: eine Art Sprechstunde, bei der Menschen fragen zu Sex stellen können.

Dabei geht es um Fragen wie: Wer bin ich? Wer will ich sein? Was ist für mich guter Sex? Mit wem will ich Sex haben?. Es geht um Pornos und Phantasien, um Slow Sex und Sinnlichkeit, um BDSM und Fetisch, um sexuelle Identität und Orientierung.
Es geht um den Körper, um Anatomie, um Schönheit und Vielfalt, auch um Operationen und Piercings, Safer Sex und Krankheiten.

Schön, dass hier nicht nur die Vulva/Vagina/Klitoris und der Penis, sondern auch der Anus und der Aufbau des Beckenbodens vorgestellt wird. Nicht so schön, dass bei der Zeichnung des Beckenbodens wieder die KLEINEN und GROßEN SCHAMlippen auftauchen, die bei der Vulva Zeichnung INNERE und ÄUßERE VULVAlippen heißen, wie es eigentlich sein sollte!

Und es geht um Kommunikation beim Sex, Beziehungsdynamik und um Seitensprünge, Monogamie oder nicht, Dating-Apps und Online-Sex bis hin zu Problemen beim Sex, wie Erregungs- oder Orgasmusstörungen, fehlende Erektionen oder vorzeitige Ejakulation. Für diese werden hier verschiedene Gründe angeführt: vom Stress über den Einfluss von Pornos oder Drogen, bis hin zu körperlichen oder psychischen Problemen.

Das Buch endet mit dem Thema sexueller Gewalt und einer Liste von Therapie- und Beratungsstellen.

Ein sehr vielfältiges und umfassendes Buch also zum Thema Sexualität, das viele wertvolle Impulse und Hilfestellungen gibt (z.B. eine Liste mit 8 Zutaten für großartigen Sex, die sehr treffend ist). Und es gibt nur weniges, mit dem ich nicht einverstanden bin (z.B. mit dem Umgang mit Phantasien).

Letztendlich wollen die Autor*innen vor allem vermitteln, dass es „in der Sexualität nicht darum geht normal zu sein oder normal zu werden, sich einem Standard anzupassen. Es geht darum, zu finden, was einem selbst gefällt. Die eigenen Sehnsüchte ernst zu nehmen, sich zu fragen: Womit habe ich Spaß, was macht mich lebendig? Und sich von dem zu verabschieden, was uns überall vorgeturnt wird.“ Und das gelingt ihnen sehr gut!

Empowerment

Empowerment

Die heilende Kraft des Entblößens
SchauLust: Entblößen und Empowerment

 

Der Netflix-Film „Die heilende Kraft des Entblößens“ (Originaltitel: Strip Down, Rise Up) ist ein Dokumentarfilm von Michele Ohayon von 2021, in dem es um die Befreiung der weiblichen Kraft durch sinnliche Bewegung im Rahmen des Pole-Dancing geht.

Die Schauspielerin Sheila Kelley hat mit ihrem Programm S-Factor und ihren Pole-Dance Studios den Tanz um die Strip-Stange in Therapie verwandelt. In dem Film wird eine Gruppe von AnfängerInnen begleitet, wie sie Pole-Dancing lernen und sich dabei mit ihrem Körper und seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Die meisten von ihnen haben sexuellen Missbrauch erlebt, alle haben ein Problem mit ihrem Körper und die wenigsten haben Erfahrung mit Tanz oder Körperarbeit.
Es ist sehr berührend, wie sie im Lauf der Zeit ihren Körper lieben lernen und ihre Sinnlichkeit entdecken. Und es ist beeindruckend zu sehen, wie kraftvoll, erotisch und voller Freude sie sich nach diesem Kurs bewegen!

Sheila erklärt ihre neue Sicht auf Pole-Dancing so: „Ich wusste, ich muss das vom männlichen Blick trennen. Ich habe es als Fitness beworben, um in Form zu kommen. S-Factor ist ein Lebensstil und bündelt Übungen für diejenigen, die sich als Frauen identifizieren. Durch die sinnlichen Bewegungen wird der Körper befreit.

„Befreiung“ – das ist es, worum es ihr eigentlich geht. „Wir verbieten den weiblichen Körper und beschneiden die Erotik der Frauen. Findet euren erotischen Körper! Es ist Zeit, dass Frauen ihre Macht ergreifen! Die Zeit ist jetzt! Und diese Macht ergreifen wir durch Bewegung! Ich glaube, dass eine neue Definition der Pole-Stange es jedem erlaubt seinen weiblichen Körper wiederzugewinnen. Ich kämpfe darum, dass Frauen sich selbst zurückerobern.

Dabei geht es nicht prinzipiell gegen Männer. Diese sind sogar eingeladen selbst das Pole-Dancing auszuprobieren oder die Frauen zu unterstützen. Aber sie kämpft gegen Diskriminierung und männliche Gewalt. Sheila Kelley nennt ihr Angebot selbst mal einen Fight Club für Frauen. Und diesen Kampfgeist transportiert auch der Film.

Vielleicht ist das, was in der Doku gezeigt wird, für unseren Geschmack etwas zu amerikanisch, mit viel Anfeuern und Applaus, und die Prozesse der Frauen vielleicht manchmal etwas zu ausführlich gezeigt. Dennoch finden wir, dass es insgesamt ein Film ist, der sehr empfehlenswert ist und Lust aufs Tanzen, Enthüllen und Entfesseln macht.

Auch in der körperorientierten Arbeit von Mara und Vivien (Sexological Bodywork, Sexocorporel, Holistic Bodywork) geht es darum den eigenen Körper kennen und lieben zu lernen und darüber in die eigene Kraft zu kommen. Wenn du daran Interesse hast, dich in Einzelsessions oder gemeinsam mit deinem*r Partner*in begleiten zu lassen, schreib uns gerne an über info@orgasmic-woman.com oder kontaktiere Mara oder Vivien direkt über ihre eigenen Webseiten.