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OrgasMuss?!

orgasmus
OrgasMuss?!

 

Wenn wir einem Kind die Frage stellen würden „Was ist Sexualität für dich?“, würde die Antwort in den meisten Fällen wohl lauten: „Ein Mann steckt seinen Penis in die Scheide der Frau.“ Und auch für die meisten Erwachsenen ist Sex genau das – eine sehr eng gefasste und heteronormative Definition, die die Vielfalt des sexuellen Erlebens auf ein Bild aus dem Biologiebuch reduziert.
Und am Ende steht der Orgasmus! Wie für viele Menschen Sex gleich Penetration zu sein scheint, ist wohl der Orgasmus (neben dem Kinderwunsch) oft der einzige Grund, warum Menschen überhaupt Sex haben. Entweder für den eigenen Orgasmus oder für den des/der Partner*in. Ohne den Orgasmus ist der Sex nicht richtig, nicht beendet. Er ist ein Muss!

Einerseits verständlich! Orgasmen sind toll! Sie können dich einen Moment lang alle Sorgen vergessen lassen; der ganze Stress im Alltag, in der Beziehung, mit dir selbst, kann sich entladen. Und dein Körper ist danach so herrlich entspannt! Orgasmen können wie ein Feuerwerk sein, einen ganzen Ozean der Empfindungen und Gefühle hervorrufen und uns ins Weltall katapultieren. Und für viele Menschen ist es die Krönung, das gemeinsam zu erleben, sich dabei vielleicht sogar in die Augen zu schauen und alle Körperzellen miteinander verschmelzen zu lassen … Ekstase pur!

Die Krux ist dabei nur: Umso mehr du diese Ekstase willst, desto unwahrscheinlicher wird es, dass du sie erreichst. Denn wenn Sex gleich Orgasmus ist, baut sich Leistungsdruck auf. Das hält dich davon ab, den Sex zu genießen. Wenn du immer den Orgasmus als Ziel vor Augen hast und darüber nachdenkst, wie du ihn erreichst, bist du nicht im Moment und bei dem, was du gerade spürst. Die Konzentration auf das Spüren deines Körpers ist jedoch der Schlüssel zur Ekstase!
Also heißt es loslassen! Alle Vorstellungen, Erwartungen, Wünsche loslassen und dich auf das zu konzentrieren, was du hier und jetzt spürst.

Doch das ist nicht so leicht, wenn wir ständig bombardiert werden mit dem, was andere angeblich beim Sex erleben. Alle Menschen um uns herum scheinen doch Ekstase zu erleben! Mindestens diejenigen, die wir in Filmen und Pornos sehen. Da läuft es schön nach Drehbuch: Zwei oder mehr Menschen begehren sich und sind erregt. Manchmal schwelgen sie in Gefühlen, manchmal sind sie einfach nur geil. Sie berühren sich auf verschiedenste Art und in vielfältigen Positionen, am Ende hat es aber meistens irgendwie mit Penetration (manchmal auch mit Circlusion – ein alternatives Wort für das aktive Aufnehmen und Umschließen) zu tun. Die Erregung steigt, sie stöhnen lauter, auf jeden Fall kommen sie irgendwann und meistens gleichzeitig. Schließlich sinken sie erschöpft und glücklich in die Kissen. Im Porno ist der Orgasmus besonders sichtbar, weil er – manchmal auch sie – eigentlich immer dabei abspritzt. Möglichst viel Flüssigkeit auf irgendwelche Körperteile – das ist das große Finale!

Solche Bilder prägen sich ein. Kein Wunder also, dass wir meinen, Sex sei Penis in Vagina in allen möglichen Varianten, und der krönende Abschluss sei der Orgasmus. Das ist die Sex-Schablone in unserem Kopf, der Fahrplan, an den sich unser Körper hält, die Performance, die wir glauben erbringen zu müssen. Und wenn wir keinen Orgasmus haben oder den/die Partner*in nicht zum Orgasmus bringen?! Dann haben wir versagt, denken wir. Etwas „funktioniert“ nicht so wie es soll. Wir sind nichts wert.
Aber warum nur stellen wir uns erstmal selbst in Frage?! Warum stellen wir nicht die Konzepte in Frage, die für uns offensichtlich nicht „funktionieren“?! Warum fragen wir uns nicht zuallererst:
Was ist überhaupt Sexualität für mich? Und was ist eigentlich ein Orgasmus?!

Für manche Menschen ist ein Kuss das Intimste, was sie sich vorstellen können. Manche lieben es, sich stundenlang gegenseitig den ganzen Körper zu massieren und schweben dabei auf Wolken. Und manche Menschen mögen es am liebsten, wenn an ihren Genitalien gesaugt oder geleckt wird oder dies bei anderen zu tun. Ist das alles etwa kein Sex?!

Und auch was den Orgasmus angeht, gibt es so viel mehr zu entdecken, als die vorherrschenden Vorstellungen zulassen. Es gibt eine unglaublich große Bandbreite an möglichen orgasmischen Erfahrungen, von der die meisten Menschen nichts wissen, weil das nicht gezeigt oder darüber gesprochen wird und sie oft nur eine oder vielleicht zwei Möglichkeiten kennengelernt haben. Vielleicht hast du Orgasmen, aber würdest sie nicht so bezeichnen, weil sie nicht dieser „Norm“ entsprechen. Oder du konzentrierst dich darauf etwas zu erreichen, was dir eigentlich gar nicht entspricht. Wenn du versuchst, etwas Vorgegebenem zu entsprechen, nimmt dir das die Offenheit und Kreativität, alle möglichen Erfahrungen zu machen und zu entscheiden, was dir am besten gefällt.

Also raus aus der Orgasmusfalle! Denn dieser Druck, etwas erreichen zu müssen, behindert unsere Lust! Je mehr wir denken, wir müssten etwas dafür tun, um mehr zu spüren, desto mehr gerät unser Nervensystem in Stress und desto weniger spüren wir! Das eigentliche Geheimnis der Ekstase ist: Je weniger wir TUN, desto mehr werden wir SEIN. Und je weniger wir DENKEN, desto mehr werden wir SPÜREN! Tatsächlich geht es also gar nicht so sehr darum, viel Neues auszuprobieren im Sinne von neuen Stellungen, Techniken, et cetera. Sondern es geht erst einmal darum, deinen eigenen Körper neu zu entdecken. Und dabei weniger zu machen, langsamer zu werden und dich mehr auf das Spüren zu konzentrieren. Und das Ganze mit Freude und Leichtigkeit! Denn dann bist du entspannt, dein ventraler Vagusnerv ist aktiv und Lernen sowie Veränderung sind überhaupt erst möglich. Dann kannst du entdecken, wie viel bisher ungenutztes Potential in deinem Körper noch schlummert. Plötzlich entsteht ein Kribbeln, Pulsieren, Wirbeln in einer Situation oder an einer Körperstelle, wo du es nicht erwartet hattest!

Das kann ganz schnell gehen. Vielleicht dauert es aber auch ein wenig und du nimmst erstmal wahr, wie wenig du dich spürst. Vielleicht geht es auch erstmal darum, zu entdecken, was es überhaupt für dich braucht, um dich so sicher und entspannt zu fühlen, dass du dich wirklich ganz auf dein körperliches Spüren konzentrieren kannst. Und vielleicht brauchst du auch professionelle Begleitung, weil sich bisherige Erfahrungen so festgesetzt haben in deinem Körper, dass sie neue Erfahrungen blockieren.

Aber egal, was du bisher erlebt hast und egal, wie wenig du bisher spürst und wie sehr du in eingefahrenen Mustern steckst, Veränderung ist möglich, auch für dich! Auch dir steht die Welt der vielfältigen orgasmischen Erfahrungen offen. Du musst dich nur trauen, die ersten Schritte zu gehen und langsam, bewusst und selbstbestimmt deinen ganz eigenen orgasmischen Weg zu finden. Und zwar nicht nur beim Sex, sondern auch in Momenten in deinem Leben, in denen es scheinbar gar nicht um Erregung geht: Momente, in denen du dich und deinen Körper spüren und dich ganz auf dein Erleben konzentrieren kannst. Sei es entspannt auf dem Sofa oder beim Laufen im Wald, beim sinnlichen Genießen eines leckeren Essens oder beim Hören inspirierender Musik, in der warmen Badewanne oder unter einer eiskalten Dusche. So kommst du dem auf die Spur, was wir mit „orgasmisch leben“ meinen.

Und je mehr du auch im Alltag übst dich zu spüren, desto mehr spürst du dich auch beim Sex! Du wirst staunen, welche Orgasmen und welche Ekstase dann auf einmal möglich werden!

Trans und Sex

Trans und Sex
Trans und Sex

 

Längst überfällig, dieses Buch! Denn Trans*-Sexualität ist immer noch ein Tabu und mit vielen Vorstellungen belegt, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Jonas A. Hamm zeigt die große Lücke auf zwischen gesellschaftlicher Realität, wissenschaftlicher Aufarbeitung und persönlicher Erfahrung von gelebter Sexualität. Das realisiert er über eine qualitative Studie mit sechs sorgfältig ausgewählten und reflektierten Personen einer Minderheit, die die sehr konkrete, sexuelle Realität von trans*-Personen zeigt, welche keine genitalangleichende/n Operation/en anstreben.

Unser Kollege Nino Mar Seliz, der sich selbst trans*männlich positioniert, und trans*Menschen darin begleitet ihre Verbindung zum eigenen Körper zu stärken, schreibt darüber:
„Dabei ist meine Erfahrung, dass es besonders unterstützend ist, vor allem die Aspekte der gelingenden Sexualität in den Fokus gestellt zu wissen. … Als lesende Person darf ich den einzelnen Personen in den sexuellen Profilen nahe kommen, darf an ihrer wundervollen Sexualität und an ihren Lern- und Reflektionsprozessen teilhaben. …
In ihren sexuellen Profilen sprechen diese offen über ihr Begehren und ihre Art und Weise Sex zu haben. Sie thematisieren ihre Vorlieben, wie sie mit ihren Genitalien umgehen, Toys verwenden und ihren ganzen Körper einsetzen. Und sie beschreiben wie sie in Kommunikation darüber mit ihren Sexualpartner_Innen sind. Ich bin Jonas A. Hamm sehr dankbar für diese respektvolle und außerordentlich bereichernde Darlegung in Schriftform.
Für die Gesundheitsversorgung aller Menschen wünsche ich mir, dass zukünftig die Perspektive des Gelingens mehr gewichtet wird als die des Nicht-Gelingens und der bislang noch häufig daraus resultierenden, keineswegs hilfreichen Konsequenz von Pathologisierung. Laut Jonas A. Hamm gibt es keine richtige oder falsche Sexualität, keine richtige oder falsche (Trans*-)Identität. Dem stimme ich vollkommen zu: Jede Sexualität ist einzigartig.“

Da können wir nur zustimmen und dieses horizonterweiternde Buch sehr empfehlen!

Vulva Entdecken

Lina die Entdeckerin
Vulva Entdecken

 

Wir freuen uns sehr mal wieder einen kleinen Schatz auf dem Buchmarkt entdeckt zu haben! Gerade erst veröffentlicht; ein Buch, das wir uns für unsere Kinder gewünscht hätten, als sie noch kleiner waren!

„Lina die Entdeckerin“ von Katharina Schönborn-Hotter, Lisa Charlotte Sonnberger und Flo Staffelmayr ist ein wunderbar illustriertes, heiteres Bilderbuch über ein kleines Mädchen, das sich auf die Reise macht ihre Vulvina zu entdecken.

Das Buch ist eine sehr gelungene Mischung aus einer kurzweiligen und phantasievoll bebilderten Geschichte und anschaulich dargestelltem und beschriebenem Wissen rund um Körperbewusstsein, Hygiene, Nacktheit, Behaarung, Anatomie der Vulvina und Menstruation. Auch um Diversität und bewusste Sprache haben sich die AutorInnen bemüht.

Ein Must Have für Kinder bis ca. 12 Jahre und auch darüber hinaus in jedem Alter schön anzuschauen und zu lesen!

Die MacherInnen selbst über ihr Werk: „Sprache schafft Wirklichkeit und gestaltet unsere Realität. Eine genaue und wertfreie Bezeichnung der Geschlechtsteile bietet die Basis für ein positives Körpergefühl und in Folge ein gestärktes Selbstbewusstsein. In diesem Buch steht die Vulva im Rampenlicht, abseits von Unsicherheiten und Tabus, denn das wertfreie Benennen aller Körperteile ist aus unserer Sicht von großer Bedeutung für die Identitätsbildung Heranwachsender.“

Das ist ganz in unserem Sinne! Vielen Dank für dieses Buch! Ein weiterer Meilenstein in der immer noch so notwendigen Aufklärung über die weiblichen Genitalien!

Aufklärung als Comic

Aufklärungsbuch Da Unten
Aufklärung als Comic

 

Alica Läuger hat mit “da unten” einen ganz wundervollen “Aufklärungscomic” geschrieben und gezeichnet.
Der Klappentext ist sehr treffend formuliert: “Das Buch räumt für junge und alte Menschen jeden Geschlechts mit Mythen um sogenannte weibliche Sexualität herum auf. “Da unten” vermittelt nicht nur Information, sondern auch eine Haltung. Vertraue auf deine eigenen Empfindungen und Bedürfnisse!”

Damit ist das Buch trotz der Begegnung mit Vorurteilen was diesen Begriff angeht, selbstgenannt ein feministisches Buch, weil “Wir können doch nicht weiter einfach so tun, als würde es nichts mit weiblich gelesenen Personen machen, dass nie über ihre Sexualität gesprochen wird. … Sogenannte weibliche Sexualität unsichbar zu machen bedeutet auch, Menschen mit Vulvina unsicher zurückzulassen.”
Alica Läuger will also sichtbar machen. Und das gelingt ihr mit einer wunderbaren Leichtigkeit und gleichzeitig einer Klarheit und Vehemenz zu den wichtigsten Themen.

Hier nur ein paar Beispiele:
Wir freuen uns, dass sie die Vulva/Vagina anatomisch korrekt erklärt und auch den Begriff Vulvina verwendet.
Zum Thema Menstruation schreibt sie unter anderem auch über die Verwendung von Menstruationstassen und über das freie Bluten.
Sie widerlegt den Mythos der “Jungfräulichkeit”, schreibt darüber was Sex-Positivität wirklich bedeutet und was die Unterschiede sind zwischen Porno-Sex und “echtem” Sex.
Sie schreibt (juchhu!) auch über Masturbation: “Verrückte Sache, Masturbation. Fast alle machen es, fast niemand spricht darüber.”
Auch die Themen Geschlechtskrankheiten, alle möglichen Arten von Sex und Orgasmen und Konsent fehlen nicht. Und sie endet mit dem Kapitel über das Thema Sex Shaming:
“Schlampe ist eine Beleidigung, die dazu dient, das sexuelle Verhalten von weiblich gelesenen und sozialisierten Menschen zu kontrollieren.”

Also unbedingt ein Buch, das die Welt braucht! Ein Buch, das Spaß macht zu lesen und anzuschauen, das unsere Töchter bereits gelesen haben, aber auch allen erwachsenen Menschen sehr zu empfehlen ist.

Klitoris Anatomie

Klitoris Anatomie

 

Anna Zachary ist Ärztin, Psychoanalytikerin und Feministin und macht sich in diesem Buch auf die Suche nach der Klitoris und ihrer Rolle im psychoanalytischen Diskurs. Denn in der Psychoanalyse wurde viel über die Kastrationsangst, den Penisneid und den Phallus in seinen unterschiedlichen Gestalten geschrieben und diskutiert. Aber wo bleibt die Klitoris, die doch in ihrer biologischen Struktur und Funktion mit dem Penis in den wichtigsten Aspekten identisch ist?!

Diese Gleichwertigkeit der Genitalien belegt sie, indem sie die wissenschaftliche Arbeit von Biologinnen vorstellt. Dabei interessiert sie aber vor allem warum bis heute die Ergebnisse solcher Arbeiten immer wieder verleugnet und fehlinterpretiert wurden:
„Zu beobachten ist beispielsweise eine universale Angst vor dem weiblichen Begehren, die seine rigide Kontrolle erzwingt.“

Aufschlussreich findet sie dazu auch, „dass Freud die weibliche Sexualität als <<dunklen Kontinent>> bezeichnete“ und dass es im öffentlichen Diskurs scheinbar immer wieder um „die verborgenen, geheimen weiblichen Genitalien, die Leidenschaftlichkeit des potentiell unstillbaren und so furchterregenden Verlangens, die Angst vor der enormen Dehnfähigkeit der Vagina unter der Geburt“ geht.

Anna Zachary wandert in ihren Texten auf ihrer Suche nach der Klitoris, ihrer Bedeutung für die weibliche Sexualität und die Stellung der Frau ein wenig durch die Geschichte (der allgemeinen, der psychoanalytischen und der sexualwissenschaftlichen), beschreibt psychische Auswirkungen der Verdrängung der weiblichen Genitalien und Lust und schildert dabei immer wieder Fälle aus ihrer eigenen psychoanalytischen Praxis.

Und wenn auch diese psychoanalytische Sicht recht speziell ist, ist das meiner Meinung nach immer wieder sehr interessant und aufschlussreich. Eine Bereicherung zum Thema der Unterdrückung der weiblichen Sexualität in unserer Geschichte und Gegenwart.

Neuer Feminismus

Die potente Frau
Neuer Feminismus

 

Das Buch „Die potente Frau“ von Svenja Flaßpöhler kommt klein daher mit seinen gerade mal 44 Seiten. Aber in diesen wenigen Seiten ist Großes enthalten.

Es ist die Fortführung eines Feminismus, den Simone de Beauvoir und Judith Butler (auf die sich Svenja Flaßpöhler beide bezieht) begründet haben.
Als Judith Butlers zentrale These zitiert sie: „Wir müssen aufhören weiterhin naiv von „Männern“ und „Frauen“ zu sprechen. Denn solange wir meinen, es gäbe so etwas wie eine natürlich Zweiteilung der Geschlechter, bleiben wir in einer männlichen Logik gefangen.“

Die Metoo Bewegung ist ihr da zu regressiv, hält sich im Nein und in der Passivität auf: „Tatsächlich festigt #metoo ein zutiefst patriarchal geprägtes, von Passivität und Negativität gezeichnetes Frauenbild, anstatt es aufzubrechen.“

Svenja Flaßpöhler zeichnet ein neues Bild der potenten Frau: „Anstatt die männliche Sexualität zu entwerten, wertet sie ihre eigene auf.“

Das ist genau auch unser Denken. Darauf beruht unsere Arbeit. Und somit gibt es einfach nur zu sagen: klare Buchempfehlung!

Sex nach den Wechseljahren

Frau sitzend
„Auch nach den Wechseljahren möchte ich Sex noch genießen!“

 

Mit der Menopause beginnt eine spannende Zeit!

Nach vielen Jahren, die vielleicht den Kindern und der Familie, oder der beruflichen Karriere gewidmet waren, kommt auf einmal die Frage auf: „Und was will ICH eigentlich?“

Wenn wieder mehr Freiräume für dich selbst entstehen, treten oft auch die körperlichen Bedürfnisse wieder mehr in den Vordergrund. Möglicherweise taucht dann Frust und Traurigkeit auf, weil du in so vielen Jahren Dasein für andere, wenig für dich selbst da warst und dich nur noch wenig spürst.

Daraus kann eine Zeit des Umbruchs, des Neuanfangs entstehen. Die Lust ist ja oft noch da und kann in dieser Lebensphase sogar stärker werden! Und wenn sie nicht mehr da ist, kannst du sie vielleicht wieder einladen, deinen Körper neu erforschen und eine andere Qualität und Intensität deiner Sexualität entdecken.

Körperliche Veränderungen durch die hormonelle Umstellung müssen da kein Hinderungsgrund sein. So wie schon die in den 80er Jahren als „Dr. Ruth“ bekannt gewordene deutsch-amerikanische Sexualtherapeutin Ruth Westheimer sagte, tut es da manchmal einfach eine Tube Gleitgel auf dem Nachttisch. Dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg.

Denn durch Östrogenmangel trockenere Schleimhäute, eben auch in der Vagina, sind eine der häufigsten möglichen Begleiterscheinungen der Wechseljahre, die die Sexualität beeinflussen können. Die Lust an sich wird aber durch die hormonellen Veränderungen nicht beeinflusst. Im Gegenteil: Mit mehr Zeit kann die Sexualität auch wieder mehr Raum erhalten.

Das braucht natürlich die Wertschätzung unseres Körpers, auch wenn dieser sich mit dem Alter verändert und vielleicht manchmal nicht mehr so „funktioniert“ wie wir das eigentlich wollen. Wie schön, wenn mit gesammelten Lebensjahren auch immer mehr Gelassenheit gegenüber angeblichen äußeren Normen und Freude an der ganz eigenen Schönheit entstehen kann!

Und wenn es uns gelingt unsere Vorstellungen, wie Sexualität sein sollte oder vielleicht bisher war, loszulassen, dann kann sich eine ganz neue sexuelle Erlebenswelt öffnen. Eine Welt, in der Sexualität Sinnlichkeit und Genuss bedeuten darf, in der wir uns so viel Zeit nehmen und so viel Langsamkeit erlauben, wie es sich gut anfühlt, in der wir selbstbestimmt unsere Bedürfnisse kommunizieren können und eine neue spielerische Leichtigkeit darin entdecken. Und eine Welt, die wir uns so gestalten, wie nur wir das wollen.

Ein Hoch auf die Freiheiten des Älterwerdens!

Einsteigercoaching SINNlichkeit, Erforschung deiner Lust
Wir unterstützen dich gerne dabei über unsere Einstiegscoachings! Zum Beispiel das SINNlichkeits Coaching.
Hier, in unserem Shop, erhältlich!

Wusstest du schon?

Bild Vulva mit Klitoris
Wusstest du schon …

 

… dass eine nicht erregte Klitoris im Durchschnitt 11cm lang ist?
Das ist ca. 2 cm länger als ein durchschnittlicher Penis.

1561 hat der italienische Arzt und Botaniker G. Fallopio als Erster die Klitoris detailliert beschrieben und durch anatomische Schnitte ihre tieferliegende Struktur offenbart. Und Dr. G.L. Kobelt hat 1844 in seinem Buch „Die männlichen und weiblichen Wollust-Organe des Menschen“ bisher unübertroffen detaillierte Zeichnungen des weiblichen Genitals angefertigt, die ebenfalls die Klitoris in ihrer wahren Größe zeigen. Erst wieder 1998 lieferte die australische Urologin Helen O‘Connell eine anatomisch richtige Beschreibung der Klitoris. Doch auch diese wurde kaum beachtet.

Dabei ist es für die weibliche Sexualität überaus wichtig zu wissen, dass die Klitoris nicht nur die kleine (mehr oder weniger) sichtbare Perle ist, sonden ein großes Organ mit einem Schaft, Schenkeln und Schwellkörpern.

Eine beschriftete Zeichnung findest du auf unserer Seite zu Anatomie.

Beckenboden Training

Buch Pussy Yoga
Beckenboden Training

 

Ein Bewusstsein für unseren Beckenboden und die Fähigkeit die Beckenbodenmuskulatur differenziert bewegen zu können, bereichert die eigene Sexualität nicht nur, sondern ist auch die Basis dafür.
Denn schließlich ist unser Beckenboden nicht nur der Raum für viele wichtige Organe, sondern auch für unsere Vulvina, unsere Kraftquelle.

Es gibt ein paar gute Bücher zu dem Thema, die wir hier vorstellen möchten. Wir beginnen mit dem kleinen, locker geschriebenen Buch „Pussy Yoga“, das es dir leicht machen wird deinen Beckenboden kennenzulernen.

Die Autorin Coco Berlin ist als orientalische Bauchtänzerin in der ganzen Welt unterwegs und hat ihr Leben lang über Physiotherapie, Körperarbeit, Anatomie und Tanztheorie geforscht wie sie ihren Körper noch intensiver spüren und bewegen kann. Dabei hat sie für sich den Beckenboden als Schlüssel entdeckt.

In ihrem Buch findest du viele hübsch illustrierte gut erklärte Übungen und Wissen drum herum.
Und was wir besonders wichtig finden: Es geht ihr nicht nur darum zu üben die Beckenbodenmuskeln gut anspannen zu können, sondern bei ihr steht auch das Wahrnehmen und Entspannen der Muskulatur immer wieder im Vordergrund. Das ist wichtig, weil bei vielen von uns die Beckenbodenmuskulatur durch Stress, falsche Haltung und falsch verstandenes Training dauerhaft angespannt ist.

„Mit Pussy Yoga können wir lernen, uns bewusst zu entspannen und so aus einem Zustand der Leichtigkeit heraus zu handeln. Studien belegen, dass unsere wahre Kraft in der Ruhe liegt und dass unbändige Lust, Inspiration und Energie, unsere Vorhaben hoch motiviert durchzuziehen, nur aus unserem Inneren kommen können, wenn wir entspannt sind.“

Masturbation in Beziehung

Masturbation in der Beziehung
Masturbation in Beziehung

Masturbation ist mehr als eine Ersatzbefriedigung, wenn du gerade nicht die Möglichkeit hast Sex mit einer anderen Person zu haben!

Durch Masturbation in Beziehung kannst du
*herz* Tabus auflösen und mehr Intimität schaffen
*herz* deine eigene Sexualität erforschen
*herz* dein/e Partner/in besser kennenlernen
*herz* euer gemeinsames sexuelles Repertoire erweitern

Wir erzählen und zeigen dir gerne wie du es genießen kannst dich selbst zu berühren und was du dabei Neues ausprobieren kannst. Und wir zeigen dir wie du die Masturbation mit deinem/r Partner/in ausprobieren kannst: gemeinsam oder jeweils nur eine/r von euch und der/die andere schaut zu.

Wir zeigen euch Positionen, sprechen darüber was beim Zuschauen und Zeigen wichtig ist, um in einem guten Kontakt zu sein und dich wohl zu fühlen. Und wir sprechen über Scham, Erregungsmuster, Phantasien und Pornos, und alles was beim Masturbieren noch eine Rolle spielen kann.

Freu dich auf einen spannenden, schamlosen und heiteren Abend!

www.joyclub.de